Das Projekt

Die Sommer-Floßtour war ein Projekt von Heinz Ratz und seiner Band ‚Strom und Wasser’: Fluchtschiff - Die große Sommer-Floßtour 2014 für und mit Flüchtlingsfrauen.

Women in Exile & Friends war mit Aktivistinnen mit oder ohne Fluchthintergrund dabei. Unser Aufruf: Flüchtlingsfrauen werden laut!

Informationen über die Arbeit von Women in Exile & Friend und über aktuelle flüchtlingspolitische Ereignisse aus feministischer Perspektive: http://women-in-exile.net/

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Dieses Projekt ist abgeschlossen und dieser Blog wird nicht mehr aktualisiert.

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Informationen über die Arbeit von Women in Exile & Friend und über aktuelle flüchtlingspolitische Ereignisse aus feministischer Perspektive

Newsletter Nr. 5 mit Beiträgen zur Aktionstour erschienen

newsletter#5Dear friends of Women in Exile,
Liebe Freund*Innen von Women in Exile,

our newsletter no. 5 has been released./ Unser Newsletter Nr. 5 ist erschienen.

Inhalt / Contents

  • Editorial Notes / In eigener Sache
  • “I wanted to get active myself”/ „Ich wollte selbst aktiv werden“
  • Memorandum. Demands handed over to the Ministry of the Interior / Memorandum Forderungen an das Innenministerium
  • Know your rights! / Kenne deine Rechte!

Wir hoffen Sie haben/ ihr habt Spaß beim Lesen und wünschen allen ein kämpferisches, erfolgreiches und gutes Jahr 2015!

We hope you have fun reading it and wish you all a powerful, sucessful and happy year 2015!

download newsletter#5

Unsere Arbeit geht weiter, helfen Sie uns dabei!

unterwegs nach DüsseldorfReisewege voller Gefahren, herum geschoben durch ganz Europa, untergebracht in Sammelunterkünften oft weit weg von Wohngegenden, Schulen, Einkaufszen­tren und Bahnhöfen. Gutscheine, ein alltäglicher Kampf um ausreichende mediz­inische Versorgung, immer gegenwärtig die Angst vor Abschiebung. Und außer­dem Sexismus, wie ihn jede Frau erlebt…
…Dagegen kämpfen Women in Exile & Friends, dem setzen wir Frauensolidarität ent­gegen und entwickeln in unserer Arbeit und unseren Aktionen solidarische Strukturen gegen Rassismus und Sexismus.

  • Wir besuchen die Sammelunterkünfte für Asylsuchende in Brandenburg, sprechen mit Frauen in den “Heimen”, dokumentieren ihre Beschwerden und unterstützten sie dabei, individuelle und kollektive Perspektiven zu entwickeln, sich gegen sexualisierte Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung zu verteidigen.
  • Wir erarbeiten gemeinsam mit asylsuchenden Frauen politische Bildungs- und Aufklärungs­angebote und Informationsmedien für andere Flüchtlingsfrauen.
  • Wir informieren auf unserer Homepage über aktuelle flüchtlingspolitische Ereignisse aus feministischer Perspektive.
  • Wir organisieren Demonstrationen und andere Aktionen, um Öffentlichkeit zu schaffen und EntscheidungsträgerInnen mit den Anliegen von asylsuchenden Frauen zu konfrontieren. Unsere Aktionstour ‘Flüchtlinggsfrauen werden laut’ zum Beispiel, bei der auch Flücht­lingsfrauen aus ander­en Bundesländern dabei waren. Und für die, die mit­machen konnten, war es eine neue, oft überwälti­gende Erfahrung, mit so vielen Frauen zusammen zu kämpfen, gemein­sam täglich die klein­en und großen Probleme zu lösen, gemeinsam Solid­arität zu er­fahren und zu schaffen - gegen die oft viele Jahre dauernde Isolation und Ungewissheit in den Lagern.

Um diese Arbeit weiterführen zu können, ist Women in Exile & Friends auf Ihre Spenden angewiesen.
Wir wollen auch im nächsten Jahr mit Aktionen, die gegen die tägliche Verneinung von Menschenrechten auch Lebensmut und Kraft geben, wieder laut werden.

Helfen Sie uns dabei!

Women in Exile e.V.
Konto-Nr: 1152135400
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Women in Exile hat den Taz-Panter-Publikumspreis bekommen

Foto: Daniellis Hernandez
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Allen, die für Women in Exile abgestimmt haben, ganz herzlichen Dank!

Pressemitteilung 14.09.2014
‘Women in Exile’ bekommt den taz Panter Preis und fordert zum solidarischen Handeln für mehr Flüchtlingsrechte auf

Die Flüchtlingsfrauenselbstorganisation ‘Women in Exile’ wurde gestern mit dem taz Panter Publikumspreis aus­gezeichnet. Mit dem Preis werden Menschen gewürdigt, die sich mit großem persönlichen Einsatz für andere starkmachen, Missstände aufdecken und für eine bessere Welt kämpfen.
‘Women in Exile’ nutzte die Preisverleihung, um zum solidarischen Handeln für mehr Flüchtlingsrechte aufzufordern: Continue reading Women in Exile hat den Taz-Panter-Publikumspreis bekommen

Antirassistische Kundgebung am 6.9. in Schwetzingen: Nein zur Verschärfung des Asylrechts!

Am 3. Juli 2014 hat der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das das Asylrecht weiter verschärft, indem Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina künftig als sogenannte sichere Herkunftsstaaten gelten sollen. Am 19. September wird das Gesetz noch im Bundesrat behandelt, wird es auch dort angenommen, tritt es in Kraft. Das Ignorieren der massiven Bedrohungssituation für Roma und Homo- und Transsexuelle in diesen Staaten reiht ganz klar in eine Haltung ein, die von strukturellem Antiziganismus und dem Bestreben, das Recht auf Asyl noch weiter auszuhöhlen, gekennzeichnet ist. Kommt zahlreich zur Kundgebung am 06.09. um 14 Uhr nach Schwetzingen und zeigt euch solidarisch mit den Geflüchteten!

Weiterlesen: Antirassistische Kundgebung am 06.09. in Schwetzingen

Wohnungen für alle ist machbar, Frau Nachbar

Bochum-Wohlfahrtsstrasse_02Zelte, Container und Kasernen für Flüchtlinge: Provisorien dürfen nicht zur Dauerlösung zu werden.

Wo können neue Unterbringungsplätze entstehen, ist die zentrale Frage in der Debatte um steigende Flüchtlingszahlen. Dabei müsste die Frage eigentlich lauten: Wie können Flüchtlinge möglichst schnell aus den Unterkünften ausziehen?

Viele Kommunen zeigen sich mit der Unterbringung der Schutzsuchenden überfordert, allerorts wird über neue Unterkünfte debattiert. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger fordert, dass möglichst schnell leer stehende Kasernen oder Kliniken genutzt werden und erklärt, dass viele Bundesländer ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben. Der Brandenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt ruft dazu auf Flüchtlinge in Privathaushalten aufzunehmen. In Nürnberg, Gießen und Friedland wurden Flüchtlinge bereits in Zelten untergebracht.

In vielen deutschen Städten werden ehemalige Schulen, Turnhallen oder Containerlager genutzt, um Flüchtlinge unterzubringen. Die Debatte dreht sich dabei meist um die Frage: Wie und wo können Unterbringungsplätze entstehen? Dabei müsste die Frage eigentlich lauten: Wie können Flüchtlinge möglichst schnell aus den Unterkünften ausziehen und so Platz für Neuankommende machen?
Weiterlesen: PRO ASYL/News

Danke!

Nun ist unsere Aktionstour vorbei… So nach und nach werden auf diesem Tourblog noch einige Berichte und Bilder von der Tour folgen, aber alle aktuellen Artikel finden sich jetzt wieder hier: http://women-in-exile.net

Foto: Adrienne Gerhaeuser
Women-in-Exile-kommt-nach-Hause

  • Allen, die uns auf Brücken und an Ufern begrüßt haben,
  • allen, die uns so vertraut haben, dass sie mitgefahren sind,
  • allen, die ihre Haustüren und Herzen für uns geöffnet haben,
  • allen, die für uns Kontakte zu Flüchtlingsfrauen hergestellt haben,
  • allen, die uns zugehört haben,
  • allen, die uns ihre Geschichten erzählt haben,
  • allen, die mitgesungen und getanzt haben,
  • allen, die für uns gekocht haben,
  • allen, die uns beim Floßfahren, bei der Organisation und bei allen großen und kleinen Schwierigkeiten der Tour unterstützt haben,
  • allen, die uns Ihre Fotos geschickt haben,
  • allen, die uns ihre Räume haben fotografieren lassen,
  • allen, die uns wunderbare, freundliche und ermutigende Mails geschickt haben,
  • allen, die uns angekündigt und mit Veröffentlichungen unterstützt haben,
  • allen, die für uns gespendet haben…

Danke!

Übergabe unserer Forderungen an das Innenministerium

Am Tag nach unserer Ankunft in Berlin wollten wir ein Memorandum und unsere Forderungen an das Bundesinnenministerium übergeben. Das war nicht so einfach, aber schließlich gelang es uns doch:

Am 28. August standen wir früh auf, um unser Memorandum über die Lebensbedingungen von Flüchtlingsfrauen in Deutschland und unsere Forderungen an den Innenminister fertigzustellen. Wir hatten schon drei Tage lang versucht, daran zu arbeiten, aber wir hatten nie genug Zeit.

Schon vor 09:00 Uhr riefen wir von der Wohnung von Frau Nötz aus, wo wir in Berlin untergebracht waren, im Ministerium an, um jemanden zu finden, die_der bereit war, unser Memorandum entgegenzunehmen. Die meisten Mitarbeiter_innen, die wir sprechen wollten, waren in Urlaub, aber schließlich erreichten wir einen Herrn Dr. Klos (der Leiter des Referats „Ausländerrecht“), der uns vorschlug, das Memorandum entweder per E-Mail oder per regulärer Post zu schicken, da er uns so kurzfristig nicht empfangen könne. Wir entschieden uns für E-Mail, aber wir waren entschlossen, das Memorandum ebenfalls persönlich zu übergeben, auch wenn wir es nur an der Rezeption abgeben könnten. Es ging uns darum, den Verantwortlichen deutlich zu machen, dass wir nicht umsonst mit dem Floß sieben Wochen lang von Nürnberg nach Berlin gezogen waren, unterwegs verschiedene Flüchtlingslager besucht und mit Flüchtlingsfrauen gesprochen hatten, um die drängenden Probleme zu dokumentieren, mit denen die Frauen tagtäglich konfrontiert sind.

So fanden sich also 15 von uns vor dem Gebäude des Innenministeriums ein. Hier entrollten wir unser Transparent „Welcome Refugee Women Tour“. Noch bevor klären konnten, wie wir oder welche von uns in das Ministerium gehen sollten, kam aus dem Ministeriumsgebäude ein sehr grober privater Security-Mitarbeiter, der uns aufforderte, sofort das Gelände zu verlassen, da es „Privatgelände“ sei, sonst würde er die Polizei rufen. Continue reading Übergabe unserer Forderungen an das Innenministerium

Handing over our demands to the Ministry of the Interior

One day after we reached Berlin, we wanted to hand over a memorandum and our demands to the Federal Ministry of the Interior. This wasn’t such an easy task but, in the end, we succeeded:

On 28th August we got up early to finish our memorandum about the living conditions of refugee women in Germany and our demands addressed to the Interior Minister. We had been trying to finish them for the last three days but didn’t have enough time to do it.
Welcome Action Tour

Before 9.00am, while we were still in the flat of Mrs Nötz who was accommodating us in Berlin, we called the Ministry to find out if there was anyone who was willing to receive the memorandum. Most of the staff members we wanted to reach were on vacation but finally we were directed to a Dr. Klos (the head of the “foreigners’ law” unit) who advised us to send the memorandum by email or by post, since he could not receive us at such a short notice. We decided to email it but we were determined to hand it over personally, too, even if this meant leaving it at the reception desk. This was a way of letting the authorities know that we had been travelling from Nürnberg to Berlin with rafts for the last seven weeks for good reason, visiting different Lagers, talking to women and documenting pressing issues faced by refugee women.

This is how 15 of us found themselves standing in front of the Ministry of the Interior. In front of the building we rolled out our banner reading “Welcome Refugee Women Tour”, but before we could strategize on how or who should go to the reception a very rude private security guard came out of the building and demanded that we leave the compound immediately because it was “private property” or he would call the police. Continue reading Handing over our demands to the Ministry of the Interior

27.08.: Welcome in Berlin