Das Projekt

Die Sommer-Floßtour war ein Projekt von Heinz Ratz und seiner Band ‚Strom und Wasser’: Fluchtschiff - Die große Sommer-Floßtour 2014 für und mit Flüchtlingsfrauen.

Women in Exile & Friends war mit Aktivistinnen mit oder ohne Fluchthintergrund dabei. Unser Aufruf: Flüchtlingsfrauen werden laut!

Informationen über die Arbeit von Women in Exile & Friend und über aktuelle flüchtlingspolitische Ereignisse aus feministischer Perspektive: http://women-in-exile.net/

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Meta

Krankenbehandlung ohne DolmetscherIn macht Angst

würzburgIn Würzburg sprechen wir mit einer jungen tschetschenischen Frau, die ein Baby auf dem Arm trägt. Sie ist mit ihrem Mann und einem weiteren Kind über Polen nach Deutschland gekommen und lebt seit einem Jahr und sieben Monaten in Deutschland. Eigentlich hätten sie auf Grund der Dublin-III-Regelung zurück nach Polen gemusst, aber es ist ihnen gelungen durchzusetzen, dass ihr Asylverfahren hier durchgeführt wurde. Sie sagt, der Asylantrag wurde abgelehnt und sie würden jetzt auf ihre Abschiebung warten. Sobald ein Ausweis für das hier geborene Baby da ist, werden sie abgeschoben.
Sie schildert uns, was das größte Problem für sie in Würzburg ist: Es gibt nie Dolmetscherinnen oder Dolmetscher. Die Beratung der Caritas habe keine Dolmetscher_innen und bei Arztterminen gibt es auch keine. So können die Eltern dem Arzt nicht erzählen, welche Schmerzen die Kinder haben und können die Diagnose des Arztes nicht verstehen.

Sie selbst hatte während ihrer Schwangerschaft einmal große Unterleibschmerzen. Die Ambulanz wurde gerufen und brachte sie ins Krankenhaus. Dort wurde sie untersucht und dann wieder nach Hause geschickt. Sie wurde nachts zu Fuß nach Hause geschickt, obwohl sie den Weg nicht kannte. Das Schlimmste für sie war, sagt sie, dass sie überhaupt nicht informiert wurde, was mit ihr und ihrer Schwangerschaft los ist. „Ich verstehe gar nichts“, sagt sie und während sie erzählt, können wir in ihrem Gesicht sehen, welche Angst sie hatte.
Sie möchte unbedingt, dass wir über dieses Problem berichten und Dolmetscher_innen einfordern. „Für mich ist das egal, ich bin bald wieder in Russland.“ Aber für die anderen tschetschenischen Familien sei es wichtig, dass sich das bald ändert.

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