Das Projekt

Die Sommer-Floßtour war ein Projekt von Heinz Ratz und seiner Band ‚Strom und Wasser’: Fluchtschiff - Die große Sommer-Floßtour 2014 für und mit Flüchtlingsfrauen.

Women in Exile & Friends war mit Aktivistinnen mit oder ohne Fluchthintergrund dabei. Unser Aufruf: Flüchtlingsfrauen werden laut!

Informationen über die Arbeit von Women in Exile & Friend und über aktuelle flüchtlingspolitische Ereignisse aus feministischer Perspektive: http://women-in-exile.net/

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Pressemitteilung: Flüchtlingsfrauengruppe auf Tour quer durch Deutschland schockiert über Containerlager in Oberursel

DSCF0292Seit dem 14.07.2014 ist die Frauengruppe ‚Women in Exile & Friends’ mit dem Fluchtschiffprojekt von Heinz Ratz1 von Nürnberg nach Berlin unterwegs.
Mit einer Reise auf Flößen machen sie auf die Situation von fliehenden Frauen und Kindern aufmerksam und sprechen im Rahmen eines Begleitprogramms in Unterkünften für Asylsuchende mit Flüchtlingsfrauen über ihre Sorgen und Probleme. Schockiert waren die erfahrenen Flüchtlingsaktivistinnen nach einen Besuch des Containerlager in Oberursel.

Elisabeth Ngari, Gründungsmitglied von Women in Exile: „Wir sind jetzt seit zwei Wochen unterwegs und haben jeden Tag Frauen in sogenannten ‚Heimen’ besucht, aber das ist mit Abstand das Schlimmste, was wir gesehen haben.“

In den rund 30 Jahre alten Blechcontainer sind ca 230 Männer, Frauen und Kinder untergebracht. Sie müssen sich 4 Küchen, viel zu wenige und zum Teil kaputte sanitären Anlagen teilen. Im Sommer ist es unerträglich heiß, im Winter bitterkalt. Es gibt keinen Gemeinschaftsraum und keinen Platz für die Kinder.

„Dieses Lager sieht aus, wie die Lager in Brandenburg, als wir 2002 dort angefangen haben, für menschenwürdiges Wohnen zu kämpfen. So etwas gibt es in Brandenburg heute nicht mehr“, kommentiert Elisabeth Ngari. „Und dabei ist Brandenburg kein reiches Bundesland, während der Landkreis Hochtaunuskreis, in dem Oberursel liegt, reich ist.“ Deutschlandweit leben hier die meisten Haushalte mit über einer halben Million Euro Nettoeinkommen im Jahr.

Gruppen und Flüchtlinge vor Ort berichten, dass es seit vielen Jahren Proteste von Flüchtlingen und anderen AktivistInnen gegen die menschenwürdigen Lebensbedingungen in diesem Lager gibt. Im September 2013 wurde sogar ein leer stehendes Haus in Oberursel vorübergehend besetzt.

Die politisch Verantwortlichen des Landkreises bestreiten nicht, dass die Zustände dort unhaltbar sind. Das Lager soll geschlossen werden, und deshalb, so scheint es, sieht der private Betreiber des Lagers keine Notwendigkeit mehr, defekte Herde oder Toiletten zu reparieren… . „Ich kann nur um mehr Zeit bitten, darüber habe ich auch mit den Oberurseler Flüchtlingen gesprochen. Spätestens Ende 2015 wird man Ergebnisse sehen“, so die Kreisbeigeordnete des Hochtaunuskreises, Katrin Hechler (SPD), auf einer Veranstaltung im März 20142. Die angekündigten Ergebnisse werden übrigens ein neues Lager am selben abgelegenen Standort sein… .

Elisabeth Ngari: „Solche zynischen und menschenverachtenden Vertröstungen auf später, auf die nächste Legislaturperiode, auf irgendwann, kennen wir auch aus Brandenburg. Das macht uns wütend. Deshalb werden wir nach Oberursel zurück kommen und den Verantwortlichen dort deutlich machen, was wir von dieser Verschiebung der Verantwortung halten. Lautstark werden wir gemeinsam mit anderen FlüchtlingsaktivistInnen einfordern:

Das Lager in Oberursel und alle anderen Lager abschaffen! Wohnungen für alle! Jetzt!“

 

Pressekontakt: Elisabeth Ngari: Tel. 0176 32920586

Hintergrundinformationen:

1 comment to Pressemitteilung: Flüchtlingsfrauengruppe auf Tour quer durch Deutschland schockiert über Containerlager in Oberursel

  • Maria B,

    You state:”Aber auch eine Abschiebung nach Schweden oder in die Niederlande kann eine Bedrohung sein.”
    You should not slur and slander Sweden or the Netherlands as they are the most feminist countries in the world. Built by women for woman. Or do you want to go back to your patriachial villages, where your husbands beat you up?
    If you are not happy with our proud feminist Sweden, go and build up a country for yourself and leave us in Peace.
    thanks!

    yours sincerely
    Maria B.

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