Das Projekt

Die Sommer-Floßtour war ein Projekt von Heinz Ratz und seiner Band ‚Strom und Wasser’: Fluchtschiff - Die große Sommer-Floßtour 2014 für und mit Flüchtlingsfrauen.

Women in Exile & Friends war mit Aktivistinnen mit oder ohne Fluchthintergrund dabei. Unser Aufruf: Flüchtlingsfrauen werden laut!

Informationen über die Arbeit von Women in Exile & Friend und über aktuelle flüchtlingspolitische Ereignisse aus feministischer Perspektive: http://women-in-exile.net/

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This is a feminist thing?

flüchtlingsfloss 2014 07„Eine Stadt“, sagt Ashraf immer wieder erstaunt, als wir durch das Lager Bramsche-Hesepe gehen, es ist einfach unglaublich groß. Alle Behörden, eine Schule, eine Krankenstation und eine Kantine für Vollverpflegung gibt es auf dem Gelände. Kontakt zur Außenwelt ist nicht wirklich vorgesehen: Ins angrenzende Dorf führt ein unbefestigter und unbeleuchteter Fußweg durch den Wald und an der Bushaltestelle vor dem Lager fährt der Bus nur an Schultagen, zweimal am Tag, morgens und mittags.
Wir kommen ins Gespräch mit einer Gruppe arabischsprachiger Frauen und laden sie zu dem abendlichen Konzert auf dem Kirchplatz ein. Sie sind begeistert, vor allem als sie hören, dass wir sie im Lager abholen. Dass die Männer, wenn sie auch zum Konzert wollen, mit dem Zug fahren müssen, stört sie nicht – im Gegenteil: Sie freuen sich, dass sie von einer Frauengruppe eingeladen werden. Tatsächlich stehen abends 16 Frauen vor dem Tor und kommen trotz Regen mit auf das Open-Air-Konzert.
Später steht Sarah, eine von Ihnen, auf der Bühne und erzählt, wie das Leben im Lager Hesepe ist: Sie fühlt sich isoliert und ausgegrenzt und schildert, wie sehr sie darunter leidet, dass sich niemand um ihre Probleme kümmert. Diebstahl, Belästigungen, sexuelle Übergriffe … niemand scheint dafür verantwortlich zu sein, Frauen zu schützen. “I came from Syria, I came for law and order, but now I don’t know how to survive in this chaos. They always tell us to be patient, whatever we ask.
The social workers, the answer is the same, be patient. We ran away from bombs and they always say that we are still better off now.”
Einige der ZuhörerInnen sind sichtlich bewegt, nehmen sich vor, Kontakt ins Lager hinein aufzubauen, es werden Telefonnummern ausgetauscht.
Eine der Frauen sagt: “We always try to keep in mind that not all Germans are like the workers in the camp. Many times I wanted to go back to Syria, but my husband says we stay here for the future for our children.”
Auf dem Rückweg ins Lager singen wir arabische Lieder und einige der Frauen wollen bis nach Hannover mitfahren, Sarah fragt: “This is a feminist thing? That is great I am a feminist!”

1 comment to This is a feminist thing?

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