Das Projekt

Die Sommer-Floßtour war ein Projekt von Heinz Ratz und seiner Band ‚Strom und Wasser’: Fluchtschiff - Die große Sommer-Floßtour 2014 für und mit Flüchtlingsfrauen.

Women in Exile & Friends war mit Aktivistinnen mit oder ohne Fluchthintergrund dabei. Unser Aufruf: Flüchtlingsfrauen werden laut!

Informationen über die Arbeit von Women in Exile & Friend und über aktuelle flüchtlingspolitische Ereignisse aus feministischer Perspektive: http://women-in-exile.net/

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Übergabe unserer Forderungen an das Innenministerium

Am Tag nach unserer Ankunft in Berlin wollten wir ein Memorandum und unsere Forderungen an das Bundesinnenministerium übergeben. Das war nicht so einfach, aber schließlich gelang es uns doch:

Am 28. August standen wir früh auf, um unser Memorandum über die Lebensbedingungen von Flüchtlingsfrauen in Deutschland und unsere Forderungen an den Innenminister fertigzustellen. Wir hatten schon drei Tage lang versucht, daran zu arbeiten, aber wir hatten nie genug Zeit.

Schon vor 09:00 Uhr riefen wir von der Wohnung von Frau Nötz aus, wo wir in Berlin untergebracht waren, im Ministerium an, um jemanden zu finden, die_der bereit war, unser Memorandum entgegenzunehmen. Die meisten Mitarbeiter_innen, die wir sprechen wollten, waren in Urlaub, aber schließlich erreichten wir einen Herrn Dr. Klos (der Leiter des Referats „Ausländerrecht“), der uns vorschlug, das Memorandum entweder per E-Mail oder per regulärer Post zu schicken, da er uns so kurzfristig nicht empfangen könne. Wir entschieden uns für E-Mail, aber wir waren entschlossen, das Memorandum ebenfalls persönlich zu übergeben, auch wenn wir es nur an der Rezeption abgeben könnten. Es ging uns darum, den Verantwortlichen deutlich zu machen, dass wir nicht umsonst mit dem Floß sieben Wochen lang von Nürnberg nach Berlin gezogen waren, unterwegs verschiedene Flüchtlingslager besucht und mit Flüchtlingsfrauen gesprochen hatten, um die drängenden Probleme zu dokumentieren, mit denen die Frauen tagtäglich konfrontiert sind.

So fanden sich also 15 von uns vor dem Gebäude des Innenministeriums ein. Hier entrollten wir unser Transparent „Welcome Refugee Women Tour“. Noch bevor klären konnten, wie wir oder welche von uns in das Ministerium gehen sollten, kam aus dem Ministeriumsgebäude ein sehr grober privater Security-Mitarbeiter, der uns aufforderte, sofort das Gelände zu verlassen, da es „Privatgelände“ sei, sonst würde er die Polizei rufen. Wir versuchten, vernünftig mit ihm zu reden, aber statt mit uns reden, drohte er immer weiter mit der Polizei. Wir erklärten ihm, dass es lediglich unser Ziel sei, unser Memorandum entweder direkt Herrn Dr. Klos zu übergeben oder es wenigstens an der Rezeption zur Weiterleitung an ihn abzugeben. Aber der Security-Mitarbeiter sagte uns, dass es ihn nicht interessiere, was wir wollten und dass er die Polizei rufen würde, wenn wir unsere Demonstration nicht beenden würden. Wir entschieden uns schließlich, unser Transparent einzurollen, aber zu bleiben, weil das Ministerium eine öffentliche Behörde ist und wir meinen, dass es unser Recht ist, es zu betreten und ein Memorandum zu übergeben. Er ging dann ins Gebäude und kurz danach erschien die Polizei und fragte uns, was wir wollten. Zunächst beschwerten wir uns über die Behandlung durch den Security-Mitarbeiter und dann erklärten wir unser Anliegen noch ein Mal von vorn.

Die Polizei bat uns zu warten, während sie Dr. Klos kontaktierten, der dann zu uns heraus kam, das Memorandum in Empfang nahm und uns versprach, es an die zuständige Stelle des Ministeriums weiterzuleiten. Nachdem wir uns auch noch bei ihm über den Sicherheitsmann beschwert hatten, sagte Dr. Klos, das wäre aus Gründen der Sicherheit notwendig, und wir erklärten ihm, dass Flüchtlingsfrauen in den Lagern ebenfalls Sicherheit brauchen.

Inzwischen hat Dr. Klos unsere E-Mail beantwortet und uns mitgeteilt, dass er das Memorandum an die zuständige Stelle des Ministeriums weitergeleitet habe. Dies sollten wir weiterverfolgen, um das Resultat zu erfahren.

Hier findet ihr einen Audio-Mitschnitt der Aktion vor dem Ministerium: radio flora

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